Oper von Richard StrausSALOMEin der Staatsoper Unter den Linden in Berlin Musik-Drama in einem Aufzug
Staatskapelle Berlin | 1:40 h ohne Pause Diese Mischung aus Erotik, Gewalt, Christentum und Sexualpathologie hatte auf der Bühne noch keiner gewagt: »Salome«, heute ein Welterfolg, löste bei der Uraufführung 1905 zunächst einen Schock aus. Die schöne junge Prinzessin Salome, die den asketischen Propheten Jochanaan begehrt, von ihm voller Abscheu zurückgewiesen wird und als Lohn für ihren Tanz vor König Herodes schließlich den Kopf des Propheten erhält, die dazu von einer schillernden Musik begleitet wird und bis dahin unerhörte gesangliche Herausforderungen zu bewältigen hat, war zu viel für Klerus und gute Gesellschaft im Wilhelminischen Kaiserreich. Die Handlung der Oper SalomeInnenhof des Herodes-Palastes: Der Tetrarch Herodes Antipas, Herrscher über Galiläa und Peräa von Gnaden des römischen Kaisers, hält, abgeschlossen von der Umwelt, den Propheten Jochanaan gefangen. Jochanaan stellt als Haupt einer oppositionellen Sekte eine politische Gefahr für den Tetrarchen dar. Die Attacken des Propheten richten sich gegen die Ausschweifungen der Herrschenden. Herodes ist jedoch nicht bereit, den Propheten töten zu lassen, weil er ihn insgeheim fürchtet. Im Palast findet ein Fest statt. Salome, die Tochter der Herodias aus erster Ehe, flieht dem Gelage. Als sie die Stimme des Propheten hört, verlangt sie ihn zu sehen. Sie erreicht, daß der Hauptmann Narraboth den Gefangenen entgegen dem Befehl des Tetrarchen aus der Zisterne holen läßt. Von der Haltung Jochanaans, die ihr wie ein Gegenpol zur Daseinsform ihrer eigenen Umwelt erscheint, ist sie fasziniert. Sie kennt jedoch nur einen Weg der Identifikation mit dem Neuen: den des sexuellen Besitzergreifens. Jochanaan weist sie zurück. Auf der Suche nach Salome gelangt Herodes mit Herodias und dem Gefolge in den Hof. Er fordert Salome auf, für ihn zu tanzen. Er schwört, ihr dafür alles zu geben, was sie wünscht. Nach dem Tanz verlangt Salome von ihm den Kopf des Jochanaan. Der Tetrarch, vor der Hinrichtung zurückschreckend, bietet ihr Juwelen und andere Kostkarbeiten an, muß aber, wegen des Eides, dem Verlangen nachgeben. Der Henker bringt Salome den Kopf. Salomes blutigem Rausch folgt die Erkenntnis, daß sie mit der Tötung Jochanaans sich selbst zerstört hat. Herodes gibt den Befehl, Salome zu töten. |
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