Oper von Claudio Monteverdil’incoronazione di poppeain der Staatsoper Unter den Linden in Berlin Opera musicale in einem Prolog und drei Akten l’incoronazione di poppea wird zur Zeit nicht aufgeführt! In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln. VORWORT: Werkeinführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn Mit »L’incoronazione di Poppea« erreicht die Staatsoper Unter den Linden die dritte Etappe auf dem Weg zum vierteiligen Monteverdi-Zyklus unter der bewährten Leitung von René Jacobs. Die Inszenierung entstand als Koproduktion mit dem Théâtre de la Monnaie in Brüssel, der Opéra National du Rhin in Strasbourg und dem Pariser Théâtre des Champs-Élysées, wo sie in der Regie von David McVicar bereits großen Erfolg bei Presse und Publikum ernten konnte. Die drei überlieferten Opern Monteverdis – »L’Orfeo« (1607), »Il ritorno d’Ulisse in patria« (1640) und »L’incoronazione di Poppea« (1642) – zeichnen eine Entwicklung nach, die in den Anfängen des Genres von den mythologischen Stoffen weg und zu historischen hinführte. »L’incoronazione di Poppea« ist überhaupt die erste Oper mit einem Personal, das der römischen Geschichte entstammt. Die Handlung der Oper l’incoronazione di poppeaDer historische Kaiser Nero, dessen Liebe zu Poppäa die Triebfeder aller Handlung dieser Oper ist, war eine schillernde Persönlichkeit. Aber nicht Neros »Cäsarenwahnsinn« stand für den 75-jährigen Monteverdi und seinen Textdichter Busenello im Mittelpunkt des Interesses: Sie untersuchten einfühlsam und fern von Vorverurteilung den engen, bis in die heutige Zeit aktuellen Zusammenhang von Macht und Begehren, von Liebe und Loyalität. Wenngleich die die Oper beschließende Krönung der intriganten Poppäa zur römischen Kaiserin fern jeder Moral und nur durch die grausame Beseitigung aller Widersacher zustande kommt, entwarf Monteverdi mit der Titelfigur nicht nur das Bild einer ebenso verführerischen wie zielstrebigen Frau, sondern stellte Poppäa und Nero in ihrem Machtwillen wie in ihrem gegenseitigen Begehren auch als einander ebenbürtige Partner vor. |
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