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Oper von Gioachino Rossini
Il Barbiere di Siviglia - Der Barbier von Sevilla
in der Staatsoper Unter den Linden in Berlin
Melodramma buffo in zwei Akten Text von Cesare Sterbini nach der gleichnamigen Komödie von Pierre-Augustin de Beaumarchais
Musik von Gioachino Rossini Musikalische Leitung Michele Rovetta
Inszenierung Ruth Berghaus
Bühnenbild und Kostüme Achim Freyer
Chöre Detlef Steffen Staatskapelle Berlin,
Staatsopernchor
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln | 2:45 h

Die wohl bekannteste Rossini-Oper erlebt in der Inszenierung von Ruth
Berghaus aus dem Jahr 1968 in dieser Spielzeit nun ihr 300.
Aufführungs-Jubiläum. Dennoch hat sie seit ihrer Premiere nichts an jugendlicher Frische und vitaler Fröhlichkeit eingebüßt. Sie erinnert in ihrer theatralen Direktheit, unterstützt von dem bestechend ein-fachen Bühnenentwurf des jungen Achim Freyer, an den Ursprung der Opera buffa in der italienischen Stegreifkomödie. Auf der Grundlage des Schauspiels von Beaumarchais schuf Rossini 1816 sein Buffowerk, dessen Lebendigkeit, Situationskomik und raffinierter musikalischer Witz es zu einem Hauptwerk der komischen Oper werden ließ. Die Figur des Figaro entwickelte sich, gemeinsam mit ihrem Vorläufer bei Mozart, zum Synonym eines ganzen Berufsstandes.
Die Handlung der Oper Il Barbiere di Siviglia - Der Barbier von Sevilla
Graf Almaviva hat sich Hals über Kopf in Rosina, das Mündel des Doktor Bartolo aus Sevilla verliebt. Um ihr seine Liebe zu zeigen. bringt er ihr jeden Morgen heimlich ein Ständchen. Zufällig trifft Almaviva Figaro, der in Sevilla als. Barbier, Gehilfe Bartolos und dessen Faktotum in ewigen Geldnöten sein Leben fristet.
Rosina ist um ihr Los nicht zu beneiden. Denn Bartolo, ihr geiziger und poltriger Vormund, will sie selbst ob der zu erwartenden Mitgift heiraten. Sie hat sich aber bereits in den jungen Mann, der sich ihr als Student Lindoro vorstellt, verliebt. Gegen entsprechende Belohnung bietet Figaro dem Grafen seine Dienste bei der Eroberung Rosinas an.
Rosina verbringt ihre Tage inzwischen in Sehnsucht, Trotz und Langeweile. Da kommt der Musiklehrer Basilio zu seinem Freund Bartolo und warnt ihn. Almaviva sei in der Stadt. Es gäbe nur ein Mittel, ihn unschädlich zu machen: die Verleumdung. Von Figaro erfährt Rosina, dass Lindoro sie heiraten will. Sie schreibt rasch ein Briefchen an den Geliebten.
Bartolos Misstrauen ist wach, als er an Rosinas Händen Tinte bemerkt und feststellt. dass ein Schreibblatt fehlt. Wie Figaro ihm geraten, dringt Almaviva als betrunkener Soldat bei Bartolo ein. Da der aber einen Dispens von jeder Einquartierung vorweisen kann, kommt es zu einem Krawall. Dies alarmiert die Stadtwache. Als Almaviva ins Gefängnis soll, gibt er sich dem Offizier zu erkennen. Bartolo ist erstaunt über diesen unerwarteten Ausgang.
Als Musikmeister Alonso und Vertreter des angeblich erkrankten Basilio macht Almaviva Bartolo seine Aufwartung. Es gelingt ihm. Bartolos Misstrauen zu besänftigen. Rosina erkennt natürlich in Alonso ihren Lindoro. Zum Schein wird rasch eine Musikstunde improvisiert. Bartolo findet selbstverständlich die moderne Musik abscheulich.. Figaro versteht es, Bartolo den Schlüssel zum Balkon zu entwenden. Zur großen Überraschung aller tritt da Basilio ein. der über die Anteilnahme an seinem Gesundheitszustand sehr verwundert ist. Nur die volle Börse des Grafen bewegt ihn abzugehen. Rosina ist begeistert über den Plan, sie um Mitternacht zu entführen. Da er neue Heimlichkeiten vermutet, jagt Bartolo alle davon.
Berta ist böse. denn sie sieht sich durch Bartolos Werben um Rosina in ihrer Hoffnung, sie könnte seine Frau werden, betrogen. Bartolo beschließt zu handeln. Basilio soll zum Notar gehen, um den Ehevertrag aufzusetzen. Seinem Mündel offenbart er, sie solle nur mit Almaviva verkuppelt werden. In ihrer Verzweiflung ist Rosina bereit, Bartolo sofort zu heiraten. Sie erzählt ihm auch, dass sie um Mitternacht entführt werden soll. Bartolo eilt weg, um die Wache zu alarmieren. Über den Balkon sind der Graf und Figaro inzwischen ins Haus eingestiegen. Als Rosina erfährt. dass Almaviva und Lindoro eins sind, sieht sie sich am Ziel ihrer Wünsche. Gerade als sie fort wollen, kommt Basilio mit dem Notar. Ring und Pistole stimmen Basilio willfährig, den Ehekontrakt zwischen Almaviva und Rosina zu unterschreiben. Bartolo macht schließlich auch gute Miene zum bösen Spiel, als er vom Grafen die Mitgift von Rosina zum Geschenk erhält.
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