Die Oper CarmenPressestimmen für Carmen in der Staatsoper in Berlin Carmen wird zur Zeit nicht aufgeführt! ALLGEMEIN "Obwohl man bei diesem populären Reißer weiß, was kommt, schafft die Produktion in jeder Sekunde Thrill und Suspense. Showdown in der Glut des Südens, kalt und gleißend, wie gemeißelt. Jede Note dreht knirschend, dabei leichtgewichtig die fatale Schraube weiter." "Insgesamt ein grandioser Abend, zugleich Balsam auf die geknebelte Seele der Berliner Kultur [...] Mit Aufführungen wie diesen ist eine Berliner Opernkrise nicht länger drin." "Schade, dass der Brauch aus der Mode gekommen ist, auch in der Oper Zugaben zu erklatschen. Die Premiere von Daniel Barenboims "Carmen" wäre endlos lang geworden.[...] Mehr davon bitte, auch mehr von diesem leichtfüßig komödiantischen Staatsopernchor, mehr auch von dem ebenfalls jungen Hanno Müller-Brachmann, der aus dem Liedfach kommt, hier aber einen prachtvollen Torero singt.[...] Barenboim lacht, die ganze Truppe ist bester Laune, denn es ist Showtime und könnte immer so weitergehen mit guter Tanzmusik und schönen Liedern." "Eine Inszenierung voll überwältigender Momente der Personenführung, in der Marina Domashenko und Rolando Villazón sich besonders im letzten Akt in sängerdarstellerischer Intensität gegenseitig überbieten." KUSEJ "Der österreichische Regisseur Martin Kusej gehört zu den vier bis fünf heißesten Tickets im heutigen Opern- und Schauspiel-Business. Ein Klischeeverderber, dessen herbe Bildwelten (zumeist mit dem Bühnenbildner Jens Kilian) Kulinarik durch Besessenheit und Intensität glückhaft ersetzt." "Kusej findet für die sinnliche Kraft von Geschichte und Musik Bilder zwischen Wucht und spröder Anmut [...]" BARENBOIM "Schon die Ouvertüre fetzt er [ Daniel Barenboim ] uns leidenschaftlich brausend um die Ohren, und ähnlich gnadenlos geht es in den Chorszenen des Schlussaktes zu. Doch sobald sich ein einzelner Sänger zeigt, schaltet Barenboim mühelos auf unaufgeregte Begleitung um. Barenboim weiß, dass
»Carmen« nichts mit Spanien zu tun hat, sondern in Paris spielt. Er kennt die deshalb notwendigen Ingredenzien: Leichtigkeit, Andeutung, Eleganz, Finesse und federnde Rhythmik [...]" "Mit welch außergewöhnlicher Hingabe Barenboim die Zwischenspiele musiziert. Frei schwebende, klingende Karfunkelsteine. [...] So klar, so liebevoll, so unerbitterlich, so heutig." "Das eigentliche Ereignis freilich ist Daniel Barenboim und seine Staatskapelle. Wie Barenboim mit äußerster Delikatesse und Detail-Besessenheit diesen saharatrockenen Bizet-Klang zaubert, sucht Seinesgleichen." Domashenko "Ein Glück, dass man auch sängerisch Weltklasse hat. Marina Domshenko, die neueste Reise-Carmen aus Sibirien ist dank glutrotem Mezzo ein erotisches Zentrum von leicht glasiger Stimmgewalt." Villazón
"Für diesen jungen mexikanischen Tenor allein lohnt es sich, dieser Tage in die Lindenoper zu laufen oder, wenn es sein muß, bis ans Ende der Welt."
"Villazón, im Tenor-Zirkus der Nach-Pavarotti-Ära einer der größten Hoffnungsträger, wirft sich mit Selbstentäußerung und überschlagender Latino-Pracht in den Don José, als gelte es das Leben." "Mit seinem apart an Domingo erinnernden Timbre hat er eine der schönsten mittelschweren Tenorstimmen."
Röschmann
"Leider hat Dorothea Röschmann nur zweimal die Gelegenheit, mit ihrem beweglichen, fein nuancierten, wenn nötig aber auch durchdringend strahlenden Sopran die Nebenrolle der enttäuschten Braut zu gestalten - und nach ihrem Duett mit Villazón fällt es schwer den Beifall gerecht zu verteilen." "Micaëla, das Mädel vom Land und Don Josés gutes Gewissen, wird dem Herztod gefällt. Zum Glück erst nachdem die wundervolle Dorothea Röschmann die letzte kostbare Note auf dem Silbertablett ihres Soprans serviert hat." |
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